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Angora? Ja! gerne...

Langhaar Frettchen gibt es Mittlerweile seit über 30 Jahren. In dieser Zeit hat sich viel getan, wo es vor ein paar Jahren noch Frettchen gab mit extremen Nasenspalten und Behaarter Nasenspiegel, findet man heute vermehrt Angora Frettchen mit „normale“ Nase ohne diese Merkmale. Auch hinsichtlich der Probleme mit Angora Frettchen Fähen hat sich was geeändert: Inzwischen gibt es auch Langhaar Fähen die eine normal ausgeprägte Milchleiste besitzen und so in der Lage sind selbständig die eigene Welpen zu säugen. Liebhaber Züchter Selektieren Angora Frettchen, anders als einst Sören Thinggard nicht aus Profitgründen ohne grossen Wert auf die Gesundheit und Wohlergehen der Tiere zu achten, nein, im Vordergrund steht der verantwortungsvolle Umgang mit Angora Frettchen, primäres Zuchtziel ist gesunde Frettchen aus Outcross Verpaarungen heranzuzüchten. Es gibt jedoch auch jene Züchter die über extreme Nasenspalten bei Angora Frettchen oder andere ästhetische defekte, hinwegsehen und ausschliesslich nach dem Aussehen oder Seltene / aussergewöhnliche Farbe Selektieren. Man kann diese Züchter und Liebhaber Züchter jedoch nicht in einem Topf werfen!



Die Langhaar Frettchen Gegner kritisieren bei Angora Frettchen vor allem 3 Punkte:
1) Augenscheinlich „fehlende“ Unterwolle
2) Extreme Nasenspalten und Behaarter Nasenspiegel
3) Nicht normal ausgeprägte Milchleiste bei Angora Fähen

Wie schon auf dieser Seite beschrieben handelt es sich bei Punkt eins um ein Ammenmärchen das über hören und sagen weiterverbreitet wurde ohne dies genau zu hinterfragen. Angora Frettchen entstanden in Skandinavien wo im Winter extreme Minus Temperaturen herrschen. Unsere Vermutung ist das die Längere und dichtere gut wärmende Unterwolle durch ein Mutagen (spontane Mutation) per Faktoren der Umwelt (>Temperatur) als eine Art „Schutz Mechanismus“ ausgelöst wurde (und nicht infolge extremer Inzucht). Das Angora Frettchen keine Unterwolle besitzen entspricht nicht unseren Feststellungen, wäre dem so könnten Langhaar Frettchen nicht ganzjährig draussen gehalten werden. Punkt zwei sollte eigentlich kein Streitthema mehr sein, es gibt mittlerweile Angora Frettchen mit perfekter Nase. Der letzte Punkt steht zu Recht unter Krittelei, man kann und sollte dieses Problem nicht schön reden ABER auch nicht übertrieben hochspielen. Es gibt leider –noch- keine Studien die ausreichende Klärung über Erbgang und Entstehung bieten, man kann also nur darüber mutmassen.

Aus unserer Sicht ist es keine Lösung die Zucht mit Angoras zu beenden, denn sie sind nicht mehr wegzudenken, verbietet man die Zucht wird einfach wo anders oder versteckt weitergezüchtet, was sicherlich negative Folgen mit sich bringt.

Angora Frettchen entstanden durch eine Mutation, diese kann negative, positive oder auch keine (stille Mutation) Auswirkungen auf die Merkmale des Organismus (Phänotyp) haben. Mutationen können spontan auftreten oder durch äussere Einflüsse verursacht werden, wie beispielsweise Strahlung oder erbgutverändernde Chemikalien etc. (Mutagene). Mutationen sind einer der Evolutionsfaktoren und damit für die Entwicklung des Lebens und der Artenvielfalt auf der Erde mitverantwortlich. Zwar sind Mutationen mit positiven Folgen seltener als negative oder neutrale Mutationen, wenn aber eine positive Mutation erfolgt ist, trägt der Mechanismus der Natürlichen Selektion dazu bei, dass diese sich in einer Population ausbreiten kann. Beim Angora Frettchen spricht man von einer Mutation die vom Menschen weitergezüchtet wurde.



Ob die nicht Normal ausgeprägte Milchleiste bei Angora Frettchen Fähen durch Inzucht Verpaarungen in den ersten Jahren entstanden ist oder es sich um eine Loss-of-function-Mutation (ist in der Genetik eine Genmutation, bei der die Funktionsfähigkeit des betroffenen Genprodukts eingeschränkt wird) also um eine kongenitale Störung beziehungsweise Mutation handelt ist nicht bekannt bzw. wurde noch nicht genauer Erforscht. Wenn der Milchmangel bei Fähen infolge extremer Inzucht entstanden ist, und die ersten Langhaar Fähen tatsächlich in der Lage waren eigenständig ihre Welpen grosszuziehen (was unsere Vermutung ist da es heute schon mehrere Fähen gibt die eine normal ausgeprägte Milchleiste haben) so handelt es sich um eine Stille bzw. Neutrale Mutationen die also keinerlei Folgen für den Organismus haben. Aus welchem Grund also sollte man eine anfangs Positive Mutation die jedoch durch skrupellose Verpaarungen in eine durch den Mensch angezüchtete negative Eigenschaft nicht weiterzüchten, wenn man diese durch outcross Verpaarungen wieder zu etwas positiven zurück führen kann?

Wir sagen deshalb JA zu angora Frettchen, mann sollte jetzt jedoch mehr Achtung bei der Selektion geben, keine Inzucht Verpaarungen mehr durchführen und (aus unserer Sicht) Angora vermehrt mit Kurzhaar Frettchen eingekreuzen, ansonsten wird die Problematik des Milchmangels bei Angora Frettchen nicht ausgelöscht.
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