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ANGORA FRETTCHEN

Angora Frettchen sind immer noch ein strittiges Thema in der „Frettchenszene“. Die ersten Langhaar Frettchen erschienen vor ca. 30 Jahren. Leider stehen Langhaar Frettchen noch heute unter Kritik, immer wiederkehrende unwahre aussagen über angebliche gesundheitliche Probleme unter denen sie leiden halten sich hartnäckig. Das Interesse an den Tieren ist gross doch viele haben Angst, sich eventuell ein krankes respektive gesundheitlich eingeschränktes Frettchen anzuschaffen und nehmen deshalb von dem Kauf eines Langhaarfrettchens Abstand.
 
 
Diese Seite soll nun zur Aufklärung, Richtigstellung und wiederlegen der Ammenmärchen dienen, ausserdem eine höhere Akzeptanz schaffen gegenüber Angora Frettchen und deren Besitzer oder Liebhabern. Es ist legitim dass jeder Mensch andere Vorlieben hat selbstverständlich auch wenn es um das Aussehen der Frettchen geht. Es ist nicht gerechtfertigt und unprofessionell Langhaarliebhaber eine persönliche Vorlibe und Ansicht aufzuzwingen durch Unwahre behauptungen über das Angora Frettchen um zu verhindern, dass diese Menschen sich ein "Langhaarie" ins Haus holen. Angora Frettchen sind nicht mehr wegzudenken, nun gilt es mit dieser speziellen Züchtung verantwortungsvoll umzugehen. Um Falschannamen über Angora Frettchen richtigzustellen werden die häufigsten Aussagen aufgefangen und erläutert wie das Fell eines Angora Frettchens strukturiert ist.

 
Wahrscheinlich lässt sich ein Teil der negativen Ansichten gegenüber Langhaar Frettchen auf deren unglüklichen Ursprung begründen.
Die ersten Langhaar Frettchen tauchten vor ungefähr 30 Jahren bei einer Pelz Farm in Skandinavien auf. Der Pelztierzüchter Stellte bei einigen seiner Stammtiere eine Veränderung fest, diese Frettchen hatten längeres Fell an den Hinterbeinen und auf dem Rücken. Der Züchter verpaarte die Tiere und einige dieser daraus entstandenen Welpen hatten ebenfalls längeres Fell. Er verkaufte seinen gesamten Bestand an einem norwegischen Züchter. Man vermutet (wenn auch nicht bewiesen) das dieser im Folgejahr die Jungtiere gezielt verpaart hat wobei eine Inzucht/Rückkreuzung nicht ausgeschlossen ist. Diese intensive Selektion war sehr wahrscheinlich der Auslöser für die negativen Eigenschaften die bei Angora Frettchen heute noch für reichlich Diskussion sorgen. Einige schwedische Züchter/ Pelz Farmen importierten den bestand. Etwa 1998 verkauften diese dann fast die gesamten nachzuchten an Sören Thinggard aus Dänemark, nur einen kleineren Teil wurde einem Kleinzüchter in Amerika verkauft. Der amerikanische Züchter hatte wenig Erfahrung mit der Zucht von Frettchen und ernährte seine Tiere nicht Artgerecht (Hundefutter). Folglich litten die Tiere an Mangelerscheinungen und waren durch die schlechte pflege und schlechte Sozialisation sehr bissig. Die erfolgreiche Zucht in Amerika blieb aus dafür bekamen die Langhaarfrettchen einen schlechten Ruf. Sören hingegen gelang es mit seiner Dänische-Norwegischen Linie weiter zu züchten da er Futter von Nerzfarmen mit einem hohen Proteingehalt verwendete. Schätzungsweise 900 Zuchttiere hielt er in seinem Bestand und „produzierte“ Jährlich bis zu 1500 Welpen. Bis 1998 lies Sören all seine zu Verkauf stehende Langhaar Welpen bereits mit 6 Wochen (!) Kastrieren, dieses Verfahren ermöglichte ihm sein Monopol zu sichern, führte aber zu Erheblich gesundheitlichen Probleme für die Tiere.
Nachdem in Dänemark ein neues Gesetz verabschiedet wurde, dass ein Verbot der Kastration vor dem sechsten Lebensmonat aussprach, verkaufte Sören seine Tiere unkastriert so kamen die ersten Langhaar Frettchen zu Liebhaber Züchter aus ganz Europa (primär Deutschland und Niederlanden). Im Jahr 2000 dehnte er seine Zucht in die Tschechei aus, versendete die Tiere dorthin um sie wiederum mit sechs Wochen kastrieren zu lassen bis 2014 in Dänemark die Haltungsbestimmungen für die Frettchen verschärft wurden (Das Gesetzt verlangte grössere Käfige für die Haltung der Tiere). Dies zwang Sören folglich 8 neue Innenräume a 15 m2 für insgesamt 120 Frettchen zu bauen, zusäzlich erlaubten ihm die Behörden die anderen 650-700 Frettchen zu behalten, was aus den Restlichen Tieren wurde ist nicht bekannt. Zuletzt verkaufte Sören im Jahr 2005/6 all' seine Frettchen nach China an Sangosho Pet Co Ltd Park, wo sie bis heute weiter gezüchtet werden: www.angora.com.cn 

Hier ein Filmausschnitt von 1983, im Video ist ein Norwegischen Pelz Züchter, Gunnar Tronsmoen, zu sehen der Angora Frettchen vorstellt, leider ist das gesamte Video auf Norwegisch. Ein kleiner Teil wurde übersetzt: Er erzählt über eine plötzlich aufgetretene Mutation bei Frettchen (Längeres Fell das Weicher ist) und meint zuvor nie solche gesehen zu haben. Der Pelzfarm Züchter sagt das Angora Frettchen viel umgänglicher als Nerze sind. Er hat grosse Erwartungen in Bezug auf die Angora Frettchen für den Pelzhandel. Es ist gut möglich das auf diesem Video die aller Ersten Angora Frettchen zu sehen sind.



Das Langhaar Frettchen ist an seinem typischen längeren Fell zu erkennen. Es ist zwischen 2 und 20 cm lang, am Kopf, Schulter und Pfoten bereich bleibt das Fell deutlich kürzer. Das Fell der Angora Frettchenwelpen ist anders als das von erwachsenen Frettchen. Im Welpenalter scheint die Fellfarbe und Zeichnung dunkler. 
Bisher ging man immer davon aus das Angora Frettchen keine Unterwolle besitzen, diese Aussage stimmt jedoch nicht.

 


Nimmt man das Fell der Angora Frettchen unter die Lupe kann man erkennen dass die Deckhaare der Angora Frettchen wie auch das Fell der Kurz und Halblanghaar Frettchen aus zwei unterschiedlichen Fell Strukturen bestehen: Das eine leicht gekräuselt und fein (Sekundärhaare oder auch Unterwolle gennant), das andere erscheint dicker (meist auch dunkler gefärbt), glatt, gerade, der Länge nach gleichmässig zur Spitze hin verjüngt und bei licht Einfluss sticht sie durch die glänzende Oberfläche deutlich hervor (Primärhaare). Da bei Angora Frettchen Sekundär sowohl Primärhaare die fast gleiche länge haben, scheint es auf den ersten Blick dass, Langhaar Frettchen keine Unterwolle besitzen. Nun im Detail die Haarstruktur bei einem Langhaar Frettchen:

 

 
Primärhaare: (auch Leithaare oder Grannenhaare genannt) Die Primärhaare bilden durch die härtere Struktur das schützende Oberteil des Felles und tragen Hauptsächlich zur Färbung und Farbintensität bei. Diese festen und robusten Haare dienen dazu, das Unterfell vor äusseren Einflüssen zu schützen es trocken und als zusätzliche Isolation angenehm warm zu halten. Sie sind glatt, gesetzt, kräftig, lang (bei Kurz und Halblanghaar Frettchen länger als die Unterwolle, bei Angora Frettchen sind sie etwa Gleichlang) und gleichmässig zur Spitze hin verjüngt. Durch den Haarbalgmuskel die unterhalb der Talgdrüse am Fell ansetzen, können sie sich aufrichten (sträuben).

 


Unterwolle:
(auch Sekundärhaare, Unterfell oder Wollhaare genannt) Sekundärhaare liegen der Haut am dichtesten an, sie sind bei Kurz und Halblanghaar Frettchen deutlich kürzer, dünn, gekräuselt und besitzen kein Haarmark. Die dicht aneinander stehenden Wollhaare umgeben die eigentlichen Primärhaare. Sie bilden das Unterfell (Unterwolle), das vor allem im Dienste der Wärmeisolierung steht. Wollhaare besitzen je nur eine Talgdrüse und keinen Haarbalgmuskel und ähneln dem Flaum der Küken. 

 



Das Angora Frettchen ist durch eine Mutation entstanden. Mutationen entstehen durch Replikationsfehler und passieren meistens ungerichtet, zufällig und spontan. Ob es sich tatsächlich um eine spontane Mutation handelt oder diese durch ein Mutagen ausgelöst wurde ist nicht sicher. Das Thema Mutagene ist extrem komplex, jedenfalls bin ich der Meinung dass die Mutation -Längere Fell- durch die Extrem Niedrige Temperaturen in Skandinavien in kombination mit den Haltungsbedingungen (nicht ausreichend schutz vor kälte) entstanden ist. Die Fehlerhäufigkeit der DNS-Polymerasen ist von der Temperatur abhängig. Wird also die Temperatur erhöht, in einem Bereich, der das Lebewesen nicht umbringt, und diese erreicht auch die beteiligten Enzyme, dann steigt die Mutationshäufigkeit. Ich denke also diese Mutation ist wie auch bei Langhaar Katzen evolutionsbedingt, um sich besser an rauhe klimatische Bedingungen anzupassen (Anpassung an den Lebensraum). In warheit hat sich also das Deckhaar des Angorafrettchens, durch eine aufgetretene Mutation nur in der Länge verändert:

 


Das Erscheinungsbild der Nase kann (muss aber nicht!) bei Langhaar Frettchen von dem eines Kurz und halblanghaarigem Frettchen abweichen. Angora Frettchen können einen behaarten Nasenspiegel und je nach dem mehr oder weniger ausgeprägte Nasenspalten aufweisen. Bei manchen Frettchen ist die Ausprägung so stark, dass fast der vollständige Nasenflügel fehlt; dies führt aber zu keinerlei beeinträchtigungen für das betroffene Tier, es handelt sich um ein rein ästhetisches (unserer meinung unschönes) Attribut. Früher war die „Angora Nase“ (stark behaarter Nasenspiegel und Nasenspalten) ein 'muss' bei Angora Frettchen, sie galt als typisches unverkennbares Merkmal. Inzwischen findet man aber immer mehr Langhaarfrettchen, die eine ganz normale Nase haben und sich nur in ihrer Fellbeschaffenheit von Kurz und Halblanghaar Frettchen unterscheiden. Foto von links nach rechts:

1) Stark behaarter Nasenspiegel und ausgeprägte Nasenspalten 
2) Mittel ausgeprägte Nasenspalten und Stark behaarter Nasenspiegel 
3) Mittel ausgeprägte Nasenspalten und mittel stark behaarter Nasenspiegel 
4) Mittel stark ausgeprägte Nasenspalten, leichte behaarung 
5) Keine Nasenspalten, leichte behaarung rechts
6) Nahezu perfekte (normale) Nase


 
 
Langhaar Frettchen unterscheiden sich (Ausser das Längere Fell) nicht von Kurzhaar oder Halblanghaar Frettchen. Sie sind weder Grösser bzw. robuster noch kleiner bzw. filigraner als „Standard“ Frettchen. Durch das längere Fell besteht auch keinerlei beeinträchtigung bei der Körpersprache bzw. Lautsprache, sie können genau so fauchen oder das Fell sträuben.

 
Langhaar Frettchen gibt es wie Kurzhaar und Halblanghaar Frettchen in verschiedenen Farben, Zeichnungen und weisse Scheckungen. Einige davon sind erst Kürzlich entstanden wie die Pattern Self, Solid und Milchmaul und die Farben Black und Chocolate. Hier einige Beispiele:

   
   

 
Langhaaries benötigen keine besondere Pflege. Ausnahmefall bei Angoras mit sonderlich langem Fell am After Bereich, es kommt vor dass durch Kot das Fell etwas verklebt, in Folge dessen sollten die Haare dort etwas gekürzt werden um Entzündungen zu vermeiden.

 
Angora Frettchen haben bei guter Pflege, Abstammung (man sollte darauf achten das sie nicht von Inzuchtverpaarungen stammen) und Ernährung die gleiche Lebenserwartung wie Kurzhaar und halblanghaar Frettchen. Es gibt keine Aktuellen Studien die bezeugen dass sie Anfälliger für Krankheiten sind als „Standard“ Frettchen. Auch die Nasenspalten und Nasenhaare (falls vorhanden) führt zu keinerlei beeinträchtigungen beim Atmen oder der körpersprache (fauchen), es handelt sich nur um ein ästhetisches Merkmal.

 
Früher wurde behauptet Angora Frettchen sein Bissiger als „Standard“ Frettchen, was jedoch vermutlich an der schlechten Sozialisierung der Welpen lag. Sie verhalten sich bei guter Sozialisierung genau wie Kurzhaar oder Halblanghaar Frettchen, sind sozial gegenüber Artgenossen und Menschen.

 
Die Zucht mit Langhaar Frettchen gestaltet sich nicht ganz einfach und gehört mit Sicherheit nur in erfahrene Hände. Man sollte sich vorab über die Zucht mit Langhaar Frettchen Informieren, am besten man spricht mit verschiedenen Züchter die Langjährige Erfahrung mit Vollverparungen haben. Viele Langhaar Frettchen Fähen haben eine nicht normal ausgeprägte Milchleiste (Agalaktie / Amastie) und sind daher nicht fähig eigenständig ihre Welpen Grosszuziehen. Das Problem liegt tatsächlich an der unzureichenden Milchproduktion der Fähe, und nicht an den mangelnden Nährstoffen in der Milch. Damit die Welpen der Langhaarfähen nicht Verhungern, deckt man 2-3 Kurzhaar oder Halblanghaar Fähen ein, die keine Probleme mit der Milchproduktion aufweisen. Dabei wird genau auf den deck Termin geachtet, die Fähen werden möglichst zeitgleich eingedeckt damit die Geburtsdaten übereinstimmen. Wird die Angora Fähe ein paar Tage vor den Kurz oder Halblanghaar Fähen eingedeckt, gebärt sie ihre Welpen früher und die Gefahr besteht, dass die Welpen keine Milch vor allem die lebenswichtige Kolostralmilch erhalten und Versterben. Wenn die Welpen geboren sind, werden die Babys der Langhaar Fähe verteilt bei den Kurzhaar und Halblanghaar Fähe untergelegt diese übernehmen dann als Ammen das Säugen der Welpen und kümmern sich gemeinsam um die Pflege der Neugeborenen. Im Idealfall gibt es keine Komplikationen, man sollte aber auf alles Vorbereitet sein es kann -wenn auch selten- passieren, dass Fähen keine Fremde Welpen annehmen, es kann Komplikationen bei der Geburt geben, auch bei Kurzhaar oder Halblanghaar Fähen kommt es vor das sie nicht genug Milch Produzieren oder eine Mastitis bekommen. Sollte einer dieser unvorhersehbaren Probleme eintreten muss der Züchter die Welpen alle 2-3 Stunden Tagsüber sowohl Nachts Zu füttern, jedoch gestaltet sich die Handaufzucht bei Neugeborenen sehr schwierig, die Sterberate ist hoch. Hier Fotos der Entwiklung eines Langhaar Frettchenwelpen:

  
  

Welpen haben ein typischen flauschiges sogenanntes „Welpen Fell“. Im Alter ab ca. 4 Monaten beginnt es zu wachsen und somit sich zu verändern. Die Unterwolle wird heller und länger auch die Primärhaare wachsen aus. Da die Primärhaare schneller in die länge wachsen als die Unterwolle sind bei Jungtieren die unterschiedlichen Fellstrukturen leicht sichtbar; Die deutlich längere und dünklere Primärhaare und die kürzere, dichtere Unterwolle:

 
 
 
Es existieren keine Studien über die Vererbung des Angora Gens. Basierend auf Beobachtungen von verschiedenen Züchter vermutet man dass das Angora-Gen Autosomal Rezessiv vererbt wird. Davon ausgehend würden sich aus diesen Verpaarungen folgendes Ergeben (die prozentual Angaben können variieren):
 
                                                                             
Angora x Angora =
100% Angora
Angora x Halbangora =
50% Angora / 50% Halbangora
Halbangora x Halbangora =
25% Angora / 50% Halbangora / 25% Kurzhaar
Kurzhaar x Halbangora =
50% Halbangora / 50% Kurzhaar
Kurzhaar x Angora =
100% Halangora
Kurzhaar x Kurzhaar =
100% Kurzhaar
  




Angora Frettchen:
Besitzen keine Unterwolle; - Falsch! 
Angora Frettchen haben längere Unterwolle und Primärhaare als Kurz oder Halblanghaar Frettchen, dadurch entsteht der Eindruck das die Unterwolle fehlt, nimmt man das Fell unter die Lupe erkennt man jedoch zwei unterschiedliche Fellstrukturen: Mann erkennt ein helleres leicht gewelltes feineres Haar (Unterwolle) und ein Kräftigeres, dunkler gefärbtes festes Haar (Primärhaare).

Sind grösser und Kräftiger als Kurz und Halblanghaar Frettchen; Falsch!
Angora Frettchen erscheinen durch die Längere Unterwolle somit Voluminösere Fell grösser. Wenn man sie man sie wiegt wird deutlich dass ihr Gewicht kaum von Kurz oder Langhaar Frettchen abweicht somit kann man diese Aussage wiederlegen. Die Grösse eines Frettchens hängt primär von der richtigen Ernährung im Welpenalter und Grösse der Elterntiere ab.

Haben eine behaarte Nase mit Nasenspalten; Nur teilweise wahr!
Nicht alle Angora Frettchen haben Nasenspalten und einen Behaarten Nasenspiegel! Die Anzahl an Langhaar Frettchen mit extremen Nasenspalten und behaarter Nasenspiegel nimmt auch dank der Strikteren Selektion der Züchter ab. Vor ein paar Jahren wurde einen Behaarten Nasenspiegel und Nasenspalten beim Langhaar Frettchen an Ausstellungen noch Verlangt denn nur wenn sie diese Merkmale aufweisten galten sie charakteristisch als Angora Frettchen. Heute werden diese Merkmale an Ausstellungen, wenn sie zu stark ausgeprägt sind, mit Punktabzug gewertet. Wir persönlich finden einen extrem behaarten Nasenspiegel und Nasenspalten ästhetisch unansehnlich.

Leiden durch die Nasenspalten und der behaarte Nasenspiegel unter Atembeschwerden oder Atemwegserkrankungen; Falsch!
Beide Merkmale verursachen keinerlei Erkrankungen oder Beschwerden bei Angora Frettchen.

Leiden durch die längere Unterwolle im Sommer stärker unter der Hitze; Falsch!
Langhaar Frettchen haben im Sommer durch den Fellwechsel wie auch Kurz und Halblanghaar Frettchen kürzeres und weniger dichtes Fell, passen sich somit den Temperaturen an.

Können im Winter nicht draussen gehalten werden da sie durch die fehlende Unterwolle vor der Kälte nicht geschützt sind; Falsch!
Angora Frettchen besitzen eine Unterwolle, im Winter bekommen sie ein Längeres und dichteres Winterfell das sie gut vor der Kälte schützt und Isoliert somit können sie ganzjährig problemlos draussen gehalten werden.

Fähen sind nicht in der Lage ihre Welpen durch eine unnormal ausgeprägte Milchleiste eigenständig grosszuziehen; Wahr! Faktum
Ein grosser teil Langhaar Fähen sind durch die nicht normal ausgeprägte Milchleiste nicht fähig eigenständig ihre Welpen Grosszuziehen. Das Problem liegt tatsächlich an der unzureichenden Milchproduktion der Fähe, und nicht an den mangelnden Nährstoffen in der Milch. Jedoch arbeiten Züchter an diesem Problem, so dass es heute nachweislich Langhaar Frettchen gibt die eine Normal ausgeprägte Milchleiste und Milchproduktion haben so dass sie eigenständig ihre Welpen grossziehen können.

Bei der Zucht werden Langhaar und Kurzhaar Fähen eingedeckt, die Welpen der Kurzhaar Fähen werden nach der Geburt Getötet damit sie die Welpen der Langhaar Fähen säugen; Falsch!
Es wird behauptet dass früher die Welpen einer Kurzhaarfähe getötet wurden damit diese die Welpen einer Langhaar Fähe grosszieht, ob dies der Warheit entspricht kann man nicht beweisen. Heute werden meistens Halblanghaar Frettchen Fähen für die Zucht eingesetzt denn diese haben genauso wie Kurzhaarfrettchen eine normalausgeprägte milchleiste. Verpaart man Halblanghaar Fähen mit Langhaar Rüden fallen ca. 50% Langhaar und 50% Halblanghaar Welpen. Nur erfahrene Züchter planen heute noch Angora Vollverparungen (Langhaar x Langhaar). Dazu werden zu einer Langhaarfähe zusätzlich 2-3 Kurzhaar oder Halblanghaar Fähen mit nachweislich guter Milchbildung eingedeckt. Je nach Wurfgrösse der Langhaar Fähe, werden ihre Welpen bei den 2-3 Halb und Kurzhaar Fähen und deren Welpen verteilt untergelegt, meistens ziehen die Fähen die Welpen gemeinsam gross. Fallen bei allen 3-4 Fähen grosse Würfe an werden die Welpen mit aufzuchtsmilch zugefüttert.

Fähen kümmern sich nicht um ihre Welpen, neigen vermehrt zu schein Schwangerschaften oder töten ihre Welpen kurz nach der Geburt; Falsch!
Angora Fähen sind genauso fürsorgliche Mütter wie Kurz und Halblanghaar Frettchen Fähen auch. Die Scheinschwangerschafts Rate und Welpen Anzahl pro Wurf ist nicht höher oder niedriger als bei Kurz und Halblanghaar Frettchen. Die unterschiedlich Fellänge beinflusst der Instinkt einer Mutterfähe in keinster weise.

Welpen sterben meist kurz nach der Geburt und leiden vermehrt unter angeborene Krankheiten; Falsch!
Langhaar Frettchen Welpen sind weder gesünder noch kränker als Kurzhaar oder Halblanghaar Frettchen. Wichtig für die Gesundheit sind gute Ernährung, ein natürlicher Tag-Nacht Zyklus und Abstammung (Outcross Verpaarungen).

Sind allgemein sehr anfällig für Erkrankungen werden meistens nicht älter als 2 Jahre; Falsch!
Tatsächlich behaupten dies einige Mitglieder des Frettchen Vereins aus der Westschweiz. Es gibt genug Langhaar Frettchen die 8 Jahre oder älter geworden sind und somit diese Aussage wiederlegen. Langhaar Frettchen unterscheiden sich ausschliesslich durch die längere Unterwolle und haben dieselbe Lebenserwartung wie halb und Kurzhaar Frettchen. 

Benötigen mehr fellpflege; Falsch!
Trotz der längeren Unterwolle benötigen Langhaar Frettchen keinerlei besondere (Fell) Pflege. Ausnahmefall bei Angoras mit sonderlich langem Fell am After bereich, es komm vor dass durch Kot das Fell etwas verklebt, in folge dessen sollten die Haare dort etwas gekürzt werden um Entzündungen zu vermeiden. Während dem Fellwechsel ist es ratsam Kurz, halb sowohl Langhaar Frettchen häufiger zu bürsten, denn vermehrte Einnahme vom Fell kann zu einem tödlichen Darmverschluss führen.



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