'Jackanapes' Ferrets / Frettchenzucht Schweiz / Allevamento furetti Svizzera / Elevage furets Suisse

Allgemeines

Das Frettchen ist ein obligater Fleischfresser und hat einen sehr kurzen Verdauungstrakt kombiniert mit einem schnellen Stoffwechsel, daher Fressen sie mehrmals kleine Portionen über den ganzen Tag verteilt. Die Nährstoffe werden aus Eiweiss und Tierischen Fetten bezogen und nicht aus Kohlenhydraten und Pflanzlicher Nahrung. Die beste Ernährungsform ist die natürliche Ernährung aus Monoprotein-Quellen. Es ist empfehlenswert die Eiweisssorten nicht zu vermischen, weil Frettchen eine sehr schnelle Verdauung haben die es ihnen nicht erlaubt, zu viele verschiedene Proteine aufzunehmen. Eine natürliche Ernährung besteht aus einer Rohen möglichst frischen Fleischfütterung und niemals aus gekochtem Fleisch da erhitztes Fleisch wichtige Substanzen verliert und an Nährstoffen verarmt, ausserdem Zersplittern gekochte (anders als Rohe) Knochen leicht was sehr gefährlich sein kann. Die Natürliche Ernährung wird in zwei Modelle aufgeteilt:

• WHOLE FEEDING, bestehend aus der Verfütterung von ganzen, rohen Beute bzw. Futtertieren, wie ihre Vorfahren in freier Wildbahn es kennen also vor allem kleine Vögel und Nagetiere: Mäuse, kleine und grosse Ratten, Wachteln, Tauben, Kaninchen und gelegentlich Eintagsküken (um möglichst zu variieren auch mal Hamster, Rennmäuse etc.). Ab und zu dürfen auch Fisch (Primär Meeresfisch und Forelle), Insekten und deren Larven sowie kleine Amphibien (Frosch) angeboten werden. Roher Fisch kann Thiaminase enthalten, ein Enzym, welches das Vitamin B1 (Thiamin) abbaut und zerstört, deswegen nur in geringen Mengen und sparsam zu Essen geben. Die Futtertiere können -je nach Anzahl von Frettchen- ganz oder in Stücken gegeben werden, man findet sie Tiefgefroren in Zoofachgeschäften oder Onlineshops.

• BARF, diese Ernährungsform besteht darin die hypothetische Beute in seiner Gesamtheit zu rekonstruieren mit möglichst Frischem und nicht Tiefgekühltem Fleisch aus Supermärkten oder Metzgereien: vor allem Geflügel, Wachteln, Kaninchen, Pute, Perlhühner, Enten (weisses Fleisch), aber auch (in geringerer Dosis) rotes Fleisch wie Rind, Schaf, Pferd und Ziege sind geeignet. Das alleinige BARFen (also ohne das zu füttern von Trockenfutter) muss Frisch und Ausgewogen sein: Wenn ausschliesslich Tiefgekühltes Fleisch, davon nur Muskelfleisch, ohne Knochen, Haut, Knorpel und Innereien verabreicht werden, muss Zwingend Taurin und Vitamine Hinzugefügt werden um die fehlende Substanzen durch die Mangelhafte einseitige Ernährung zu kompensieren. Daher ist es sehr wichtig Unterschiedliche frische Fleischsorten, wenn möglich BIO zu Kaufen um eine gesunde und ausgewogene Ernährung zu gewährleisten. Damit soll auch vermieden werden das Frettchen sich an nur einem Geschmack und Fleischsorte gewöhnt. Die Verhältnisse sollten aus: 15% Knochen, 75% Fleisch, 10% Innereien bestehen. Vor allem die Fragilen Knochen von Wachteln sind geeignet, jene von Kaninchen oder generell grösseren Tieren sind zu hart und haben die Tendenz zu Splittern. Rohes Eigelb (von Huhn und Wachtel) und gekochtes Eiweiss lieben Frettchen besonders.

Das BARF und Whole feeding können einander auch ergänzen. In der Regel wird die Reine Fleischfütterung durch die Zugabe von Futtertieren vervollständigt. Die Anzahl der Mahlzeiten (Fleisch und/oder Futtertiere) folgt nicht präzisen Regeln und hängt auch davon ab, ob auch Trockenfutter angeboten wird. Grundsätzlich werden 2 (morgens und abends), oder 3 (bei Welpen) Mahlzeiten pro Tag empfohlen, wobei das Frettchen täglich eine Gesamtmenge von 10-20% seines Gewichts an Fleisch essen sollte. Aber auch diese Fütterungsmengen Empfehlung ist als Relativ zu betrachten, Welpen oder Jungfrettchen zum Beispiel sollten eine ad libitum (Essen nach Belieben) Fütterung geniessen, die genaue Menge ist also sehr subjektiv, abhängig von Alter, Geschlecht und Jahreszeit (Sommer/Winter) dementsprechend dem einzelnen Tier anzupassen. Wer ernsthaft den Gedanken trägt, Frettchen ausschliesslich mit Rohkost zu ernähren, sollte sich unbedingt weiterführend mit dem Thema beschäftigen und sich ein umfassendes Wissen über die Nahrungsansprüche der Frettchen und die praktische Umsetzung bei der zusammenstellung des Futters aneignen (durch Kurse, Bücher etc.). Wer das nicht möchte sollte dem Frettchen immer Trockenfutter (24h/7) zur freien Verfügung stehen lassen und das Fleisch als Zusatz und in geringeren Mengen (10% seines Gewichts) anbieten. Auch wenn Trockenfutter zur freien Verfügung steht, auf die tägliche Fleisch Zugabe darf nicht verzichtet werden.

• Trockenfutter ist sehr Praktisch aber absolut ungeeignet als alleinige fütterungsquelle, da es eine zu hohe Aufnahme von Kohlenhydraten zur Folge hat und langfristig schädlich für die Gesundheit der Frettchen ist. Daher sollte in jedem Fall mindestens eine Rohe Fleischmahlzeit pro Tag verfüttert werden. Es wird nahegelegt verschiedene (mindestens 3) Trockenfutter Marken zusammenzumischen (damit sich das Frettchen nicht nur an einer Marke gewöhnt was bei einer unumgänglichen Futterumstellung -z.b Erkrankung-  zu Erschwerungen führen kann) wobei auch hier darauf geachtet werden sollte das nur eine Proteinquelle (zum Beispiel nur Huhn, nur Kaninchen etc.) enthalten ist, auch wenn die Umsetzung beim Trockenfutter sich als sehr schwierig erweist da die Hersteller nur selten Monoprotein haltiges Trockenfutter anbieten. Im Handel sind verschiedene Trockenfutter Marken speziell für Frettchen erhältlich, dies bedeutet aber noch lange nicht, dass sie auch Qualitativ für Frettchen brauchbar sind! Es gibt Katzentrockenfutter das weitgehend besser für Frettchen geeignet ist. Wichtiger als die Analytischen Bestanteile (Perzentualangabe von Proteine, Fett, Kohlenhydrate etc.) ist die Zusammensetzung des Trockenfutters denn ein hochwertiges Trockenfutter mit hohem Fleischanteil wird Automatisch auch die empfehlenswerte quantität an Nährstoffgruppen aufweisen. Es ist wichtig ein Trockenfutter kritisch zu wählen, die Zusammensetzung und Zutaten des Futters genau zu Studieren und darauf zu achten das kein Getreide und mind. 60-80% Fleisch (-mehl) enthalten ist. Geeinetes Trockenfutter:

• Katzenfutter Marken: Thrive Chicken / ZiwiPeak Daily Cat Cuisine Lamm, Hirsch und Rind / Swiss Natural Shiva / Porta21 Feline Finest Sensible und Cats Heaven / Applaws Kitten, Adult und Chicken & Duck / Wildcat Etosha, Karoo, Cheetah, Bhadra und Rani / Orijen Cat & Kitten und Regional Red / Acana Wild Prairie und Grasslands / Timberwolf Serengeti / Farmina N&D Cat Adult, Kitten und Lamm / Teste oft the wilde Rocky Mountain / Purizon Kitten, Lamm und Adult Chicken / Optimanova Kitten, Exquisite und Adult / Carnilove Duck & Pheasant, Lamb & Wild Boar, Reindeer / GranataPet Kitten und Ente/

• Frettchenfutter Marken: Frettchen4you alle Sorten / Visán Optima Ferret / Versele-Laga Complete Ferret

• Wo Kaufen: www.zooplus.de-it-ch / www.swissnatural.ch / www.wolfwhisper.ch / www.pfoetli-shop.ch / www.frettchen4you.de / www.prinzenfutter.ch / www.futterbox.ch / www.zoo-roco.ch oder in Zoofachgeschäften wie Qualipet (Frostfutter) oder Fressnapf.


Unter monoproteische Ernährung versteht man die Verfütterung von Fleisch, Trocken oder Nassfutter die nur eine Tierische Proteinquelle, sprich Fleischsorte enthalten, zum Beispiel: Nur Hühnchen, nur Kaninchen, nur Rind etc. In der Regel besteht sowohl das Trockenfutter als auch das Nassfutter aus mehreren Fleischsorten (z. B. Huhn und Fisch). Die Tatsache, dass pro Fleischmalzeit unterschiedliche Fleischproteine verfüttert werden könnte bei manchen Frettchen Langfristig zu Allergien oder Lebensmittel Unverträglichkeit führen (Magen-Darm-Beschwerden). Um dieses Risiko zu minimieren ist es daher ratsam, die Fleischsorten nicht fortlaufend zu mischen.

Als Ausrüstung für die Handhabung und das Schneiden von Fleisch sind ein Paar Handschuhe, eine Haushaltsschere, ein Schneidebrett, ein oder zwei Messer, ein Messerschärfer (Marke Victorinox) und schliesslich eine Traubenschere unverzichtbar. Bei der Zubereitung von rohem Fleisch, bitte Handschuhe verwenden! Immer häufiger werden im Fleisch antibiotikaresistente Keime (MRSA Keime - Bakterien, gegen die viele Antibiotika unwirksam sind und ESBL-produzierenden Keime - Bakterien, die Antibiotika-resistenzen an andere Bakterien weitergeben können) festgestellt. Dadurch dass sie vom Menschen beim Verzehr oder Handhabung des Fleisches in geringen und somit die Selektion fördernden Mengen aufgenommen werden, können sich wiederum resistente Bakterienstämme entwickeln, die auch Probleme in der Humanmedizin verursachen.

Eine Maus besteht aus 60-70% Wasser (feuchte Substanz) und:
12-15% Proteine 7-12% Fett 1-5% Kohlenhydrate


Prozentsatz von Geweben und Organen, aus denen eine Maus besteht:
32% Muskeln 15% Skelett 8% Haut 4%Blut 4% Lunge 3,5% Leber 2% Magen 1% Herz 0,5% Niere


Um den Energie- und Nährstoffbedarf zu decken frisst der Vorfahre des Frettchens (Iltis - Mustela putorius) ca. 4-8 mittelgrosse Mäuse pro Tag (abwechselnd auch mal Insekten, Eidechsen, Vögel und andere kleine Nagetiere) a 20-40 Gramm dies entspricht somit einer gesamten Menge von 120-320 Gramm Futter pro Tag. Auch wenn das Frettchen schon vor über 4 Jahrhunderte vor Christus domestiziert wurde ist die Physiologie des Verdauungssystems, des Stoffwechsels und Nährstoffbedarf des Frettchens unverändert geblieben daher können die Fütterungsmengen des Waldiltisses und Proportionen von Geweben und Organen, aus denen eine Maus besteht, beim Frettchen genauso übernommen werden für die Zusammensetzung des täglichen Fleisch-Futterplans.

Manchmal werden auch Nutztiere mit Kokzidiose, Salmonellose und andere Parasiten befall geschlachtet. Dies ist nicht bedenklich für Frettchen sofern sie in guter Gesundheitlicher Verfassung sind (Frettchen haben einen sehr kurzen Darm und Roh Futter wird schnell verdaut, die Krankheitserreger werden ausgeschieden bevor sich eine Krankheit ausbreiten kann), während es für junge oder ältere Frettchen mit einem geschwächten Immunsystem bzw. angeschlagene Darmflora eine potentielle Gefahr darstellen kann. Aus diesem Grund empfehlen wir zur Ergänzung bei der Fleichfütterung um die Magen-Darm-Mikrobiota zu stärken 3 mal wöchentlich 0,5 Gramm für Fähen und 1,0 Gramm für Rüden das Bene-Bac® Plus Pet Gel von PetAg jedem Tier einzeln zu verabreichen. Alternativ kann, 2-mal pro Woche 1 Esslöffel für Fähen und 2 Esslöffel für Rüden ein Laktose freies Natur Jogurt mit Bifidus verabreicht werden.

Das können wir für unsere Frettchen Kaufen in Supermärkten und Metzgereien:
• Poulet und (Suppen)Huhn: Ganzes Huhn (mit oder ohne Innereien und Federn), Schenkel, Flügel, Hälse, Leber, Herz, Mägen, Gehacktes, Schnitzel, Brust, Mini-Filets, Kopf, Füsse, Rücken mit Haut etc.
• Truthahn: Schenkel, Flügel, Hälse, Leber, Herz, Mägen, Gehacktes, Schnitzel, Brust, Mini-Filets, Kopf, Füsse etc.
• Perlhuhn: Ganzes Huhn (mit oder ohne Innereien und Federn), Schenkel, Flügel, Hälse, Leber, Herz, Mägen, Gehacktes, Brust, Kopf, Füsse etc.
• Wachtel: Ganze Wachtel (mit oder ohne Innereien und Federn)
• Taube: Ganze Taube (mit oder ohne Innereien und Federn)
• Kaninchen: Ganzes Kaninchen (mit oder ohne Innereien und Fell), Schenkel, Köpfe, Leber, Herz, Mägen, Mini-Filets etc.
• Ente: Ganze Ente (mit oder ohne Innereien und Federn), Schenkel, Flügel, Hälse, Leber, Herz, Mägen, Kopf, Füsse etc.
• Gans: Schenkel, Flügel, Hälse, Leber, Herz, Mägen, Kopf, Füsse, Brust etc.
• Rind: Muskelfleisch, Herz (ist auch ein Muskel!), Leber, Herz, Nieren, Kutteln, Hirn, Ochsenschwanzstücke, Lunge etc.
• Kalb: Kalbskopf, Leber, Herz, Kutteln, Lunge, Hirn, Muskelfleisch etc.
• Schaf und Ziege: Muskelfleisch, Innereien
• Pferd: Muskelfleisch, Innereien
• Wild (Hirsch) Muskelfleisch, Innereien Primär sollte weisses Fleisch verfüttert werden, rotes Fleisch (Rind, Kalb, Ziege, Pferd, etc.) kann 2-3 Mal wöchentlich zur Abwechslung angeboten werden.

Fütterungsbeispiel für ein Frettchen (+ Trockenfutter immer zur freien verfügung):
Montag: 2 Pouletmägen, 1 Pouletflügel (morgens) / 1 Pouletleber, 5 Poulethälse (abends)
Dienstag: 1/2 Wachtel (morgens) / 15 Pouletherzen, 1 Pouletleber (abends)
Mittwoch: 80g Rinderherz, 20g Rinderleber (morgens) / 100g Rindergehacktes (abends)
Donnerstag: 3-4 Mäuse (morgens) / 2-3 Mäuse (abends)
Freitag: 1 bis 11/2 ganze Taube mit Innereien (für den ganzen Tag)
Samstag: 80g Kaninchenherz, 1 Kaninchenleber (morgens) / 1 Kaninchenschenkel (abends)
Sonntag: 100g Truthangehacktes, 1 Truthahnleber (morgens) / 3-4 Mäuse (abends)
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