'Jackanapes' Ferrets / Frettchenzucht Schweiz / Allevamento furetti Svizzera / Elevage furets Suisse

Freilauf

Eine Wohnung «Frettchensicher» zu gestalten ist sehr schwer. Es kommt dabei aber stark darauf an wie die Frettchen gehalten werden. Haben die Frettchen ein eigens für sie eingerichtetes Zimmer, dann kann man da schon so einige Gefahrenquellen ausräumen, bzw. sichern. Bei freier Wohnungshaltung ist es umso komplizierter, darum ist es empfehlenswert bei Abwesenheit das Frettchen in einem Käfig oder Zimmer zu halten. Wichtig dabei ist, dass die Frettchen sich nirgends durchquetschen und eventuell stecken bleiben können. Auch dass keine Möglichkeit besteht wo sie hoch klettern können und eventuell herunterfallen können. Das kann schneller geschehen als man denkt, denn Frettchen sind bekanntlich richtige Chaoten, wenn sie am Spielen sind. Eine Sache muss man sich immer merken: Kommt ein Frettchen mit dem Kopf durch, so passt der restliche Körper sowieso. Das scheint zwar oftmals unwahrscheinlich, jedoch haben Frettchen nicht nur einen sturen Dickkopf, sondern auch einen speziellen Körperbau die es ihnen ermöglicht durch kleinste Lücken zu passen. Erstmals muss alles was ebenerdig ist unbedingt gesichert werden. Frettchen sind von Grund auf sehr neugierig und Eigensinnig. Genau aus diesem Grund müssen alle Gefahrenquellen beseitigt werden. Dass das nicht immer auf Anhieb gelingt ist schon fast normal. Die Frettchen einmal auf die Wohnung los gelassen zeigt sich recht schnell wo noch nachgebessert werden muss. Beim Auslauf vor allem zur Anfangszeit das Frettchen ständig beobachten.

• Alle Löcher, Spalten und Risse, in denen Frettchen einklemmen könnten (unter oder hinter Möbel/Schränke, Küchengeräte etc.) oder Löcher und Lüftungskanäle, die mit der Aussenwelt verbinden müssen abgedichtet, verschlossen oder unzugänglich gemacht werden. Gelangt das Frettchen hinter dem Herd und Knabbert mal zum Spass das Stromkabel an kann dies zu einem Kurzschluss führen, dabei Stirbt das Tier und löst dann eventuell noch einen Kabelbrand aus.

• Schranktüren, inklusive Kühlschrank, sollten so gesichert werden (Schnappverschlüssen), dass diese nicht von Frettchen geöffnet werden können.

• Frettchen vergehen sich gerne mal an den Schläuchen der Waschmaschine oder aber auch an der Gummidichtung an der Trommel. Es kann auch sein dass sich ein Frettchen nach den vielen Eindrücken erschöpft in die Wäsche oder die Waschmaschine legt und übersehen wird. Das Frettchen könnte sich auch hinter die Maschine quetschen und sich dort verletzen oder stecken bleiben.

• Sollte es einem Frettchen gelingen in die Toilette zu steigen, dann kommt es oftmals nicht mehr allein von dort raus und könnte in Panik geraten und sogar ertrinken.

• Fenster, Türen und Absperrungen haben für Frettchen eine magische Anziehungskraft, denn dahinter gibt es offensichtlich etwas Spannendes, was ihnen aber verwehrt wird. Es kommt ein vor als ob diese Tiere einen eingebauten Radar haben sie merken sofort, wenn irgendwo ein Fenster offen ist. Fenster sollten nur dann Geöffnet werden, wenn dieFrettchen sie absolut nicht erreichen können. Auch ein gekipptes Fenster kann für ein Frettchen ein Todesurteil sein, denn wenn es versucht durch den Schlitz zu klettern kann es darin abrutschen und sich schwere Verletzungen durch Einklemmen zuziehen. Bei Zugluft immer Türstopper einsetzen.

• Frettchen sind extrem stur und auch einfallsreich, speziell wenn sie etwas wollen und es sich in den Kopf gesetzt haben. Es darf also nicht unterschätzt werden was Frettchen alles erreichen und auch überwinden können. Deswegen sollten Absperrungen und auch Sicherungen zuerst immer unter Aufsicht getestet werden. Erst wenn man sicher ist, dass die Frettchen nicht ausbrechen oder sich daran verletzen können, dürfen sie damit alleine gelassen werden.

• Nicht nur offen Fenster bergen grosse Gefahren aufgrund der eventuellen Höhe, die das Frettchen herunterfallen könnte, sondern die Wohnung selbst kann viele Gefahren bergen. Auch hier ist es wichtig sich die Umgebung einmal genau anzusehen und zu versuchen wie ein Frettchen zu denken. Stühle, Hocker, Schränke und so einiges mehr können Frettchen zum Klettern animieren. Je höher sie aber kommen, umso tiefer können sie auch fallen. Frettchen haben aufgrund ihrer Sicht nur eingeschränkt die Möglichkeit räumlich zu sehen und können sich auch gerne einmal was eine Entfernung angeht sich böse verschätzen.

• Eine weitere Todesfalle stellt ein Klappsofa dar. Diese haben meist von unten, hinten oder der Seite einen Zugang in das Innenleben. Beim auf oder zuklappen des Sofas könnte das Frettchen zerquetscht werden.

• Frettchen Knabbern zwar normalerweise keine Kabel an wie Nagetiere es gerne tun, trotzdem sollten sicherheitshalber auch alle Kabel gesichert werden. Kabel können in z.B. speziellen Kabelschächten oder Kabelschläuchen verstaut werden.

• Alle weichen Gummi Materialien (Polystyrol, Schaum, Latex und Silikon, Radiergummis, Einweghandschuhe, aufblasbare Bälle, Verpackungsmaterial, Ohrenstöpsel, Schnuller, Schuheinlagen, Haargummis etc.) sollten ausser Reichweite von Frettchen aufbewahrt werden.

• Wenn Frettchen die Möglichkeit haben an Pflanzen zu kommen, so kommt deren Buddelinstinkt zutage. Abgesehen von der Sauerei, die sie nach dem ausbuddeln verursachen ist nicht zu unterschätzen, dass Pflanzen giftig sein können. Auch die Erde ist oftmals mit Düngemittel, Pestiziden oder Chemikalien versetzt, ebenso können sich darin auch für Frettchen gefährliche Bakterien befinden.

• Mülleimer, giftige Stoffe (Reinigungsmittel , Medikamente, Seifen im Bad-Bereich, Nahrungsmittel etc.) und schwere Gegenstände die runter und auf das Tier fallen könnten sicher aufbewahren und/oder fernhalten.
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